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Zülow Franz von

Wien 1883 - 1963 Wien

Franz von Zülow wurde am 15.März 1883 in Wien geboren. Er studierte an der Kunstgewerbeschule des K.K. Österreichisches Museum für Kunst und Industrie in Wien. Zülow erhielt eine graphische Ausbildung an der Allgemeinen Zeichenschule in Wien und war kurzfristig Hospitant an der Akademie der bildenden Künste bei Christian Griepenkerl. Anschließend besuchte er bis 1906 die Kunstgewerbeschule. 1908 wurde er Mitglied der Wiener Sezession. 1909 verlegte Franz von Zülow seinen Wohnsitz nach Haugsdorf, wohin auch seine Mutter und Schwester übersiedelt waren. 1920-22 wirkte er als Lehrer an den keramischen Werkstätten Schleiß in Gmunden. Zülows Kunst wurzelt in den Bestrebungen der Wiener Secession und der Wiener Werkstädte am beginn des 20. Jahrhunderts, woher sich auch seine Vielseitigkeit ableiten lässt. Er betätigte sich auf den verschiedensten Gebieten der angewandten Künste und schuf Bilderbücher, Kalenderblätter, Graphikzyklen, aber auch Wandmalereien und -teppiche, entwarf Tapeten und Stoffmuster, dekorierte Hausrat, bemalte Möbel und Einrichtungsgegenstände. Das Hauptgewicht seines Schaffens liegt auf der Druckgraphik, deren technische Möglichkeiten er experimentell erweiterte. Der von ihm erfundene Papier-Schablonendruck wurde 1907 patentiert. Geprägt von Studienreisen durch England, Frankreich und Deutschland fand die Landschaftsdarstellung, aber auch eine enge Verbundenheit zur oft rauen Natur und zum Bäuerlichen Leben in seiner Mühlviertler Epoche zur vollen Blüte. Ab 1949 lehrte er an der Linzer Kunstschule, wurde Initiator und Präsident der Mühlviertler Künstlergilde. Zülow war kein Künstlerischer Eremit, sondern überaus kommunikativ. Seine überbordende Kreativität übertrug sich auf seine Zeitgenossen in Hirschbach ebenso wie in Wien. Franz von Zülow verstarb am 26.Februar 1963 in Wien.